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Erfolgreich produzieren nach japanischem Vorbild

Die Einführung so genannter synchroner Produktionssysteme (TPS), die eine schnelle Reaktion auf den Markt ermöglichen, gilt als entscheidender Faktor für die Sicherung der Position eines Unternehmens. Vom 1. bis 3. Juni bietet die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer (DUIHK) daher einen Intensiv-Workshop zu diesen Produktionssystemen an. Die dreitägige Veranstaltung zählt zu den Premiumschulungen des Bildungszentrums der Kammer und richtet sich an Werks- und Fertigungsleiter ebenso wie an Konstrukteure, Logistiker und Kostenrechner.

Bereits im April hatte die Kammer den japanischen Experten Shunji Yagyu zu einer solchem Seminar eingeladen, der lange Zeit als Produktionsleiter in der Automobilzulieferbranche tätig war. Der Workshop fand bei der Ruf Automotive Kft. in Ajka statt, die Sensoren für die Automobilzulieferindustrie herstellt. Mitarbeiter von Ruf lernten ebenso wie weitere Teilnehmer aus Ungarn und Tschechien, wie sie mit Hilfe synchroner Produktionssysteme die Produktivität in den Montagelinien ihrer Unternehmen steigern und Arbeitsabläufe standardisieren können.

Die Grundlage für die Einführung von TPS ist die Umstellung von einer schiebenden auf eine ziehende Fertigung. Bei der schiebenden Produktion arbeitet jede Station unabhängig von der nachfolgenden, die Aufträge werden geschoben, wodurch die Umlaufbestände und Durchlaufzeiten steigen. Diese können bei der ziehenden Fertigung reduziert werden - hier wird erst gefertigt, wenn das Signal der nachfolgenden Station kommt. Jeder Mitarbeiter soll dabei nicht nur seine eigene Tätigkeit, sondern möglichst viel vom gesamten Produktionsprozess im Blick haben, so dass Hand in Hand gearbeitet werden kann.

"Durch die Anwendung der Fließfertigung konnte eine Gruppe in ihrer Fallstudie die Mitarbeiterzahl im Produktionsprozess von acht auf vier reduzieren", freut sich Ruf-Geschäftsführer Marcel Hofer über die Ergebnisse der Workshop-Simulation. Andere Gruppen zeigten sich ähnlich erfolgreich bei der Kostenminimierung sowie der Verbesserung des Materialflusses und der Qualität. Hofer betont: "Monteure und Maschinenbauer werden entlastet, aber nicht entlassen. Wir können sie in anderen Bereichen einsetzen und so deren Produktivität erhöhen." Etwa fünf bis zehn Mitarbeiter involviert Ruf zurzeit im Umstellungsprozess auf synchrone Produktionssysteme.

Im Rahmen eines neuen DUIHK-Arbeitskreises möchte Hofer den Erfahrungsaustausch von mittelständischen Unternehmen bei der Einführung des Systems anregen. "Interessenten sollten innovativen Lösungen offen gegenüberstehen." Den nächsten Workshop richtet die Kammer in Kooperation mit dem Automobilzulieferer WET in Pilisszentiván aus. Der TPS-Experte Hitoshi Takeda wird seine Erfahrungen aus Beratungen von weltweit mehr als 100 Firmen präsentieren. Der Workshop wird ins Ungarische übersetzt, die Teilnahmegebühr beträgt 350.000 Forint. Weitere Informationen: András Dorogi, Deutsch-Ungarisches Bildungszentrum, Telefon: 01/243-3596, E-Mail: [email protected].

Yvonne Schellartz

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